Darmkrebs:
Wie entsteht er? Wann ist erheilbar?

 

Bei jährlich mehr als 60 000 Menschen in Deutschland wird ein Darmkrebs festgestellt. Unter dem allgemeinen Begriff steckt eine bösartige Tumorerkrankung des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom). Der fachliche Oberbegriff für beide Formen lautet: Kolorektales Karzinom.

Darmkrebs gehört zusammen mit Brust-, Prostata- und Lungenkrebs zu den häufigsten bösartigen Krebs-Erkrankungen in den westlichen Ländern. In über 90 Prozent der Fälle gehen dem bösartigen Tumor gutartige Vorläufer voraus: Polypen oder Adenome in der inneren Darmwandschicht (Darmschleimhaut).

Darmkrebs ist deshalb besonders gefährlich, weil er sich oft über viele, bis zu zehn Jahre entwickelt ohne nennenswerte Beschwerden zu verursachen. Oder aber die ersten Symptome sind so uncharakteristisch, dass die Betroffenen eine Abklärung durch den Arzt zu lange herauszögern. Generell gilt: Deutliche und plötzliche Veränderungen des Stuhlgangs (Wechsel von Durchfall und Verstopfung), starke Blähungen oder Blutspuren im Stuhl sind immer ein Grund, den Arzt aufzusuchen. Lieber einmal zu oft als einmal zu spät! 


Denn Früherkennung und Vorsorge sind gerade bei Darmkrebs von entscheidender Bedeutung. Die Heilungschancen hängen in hohem Maß  vom Krankheitsstadium ab. Rechtzeitig erkannt, lässt sich die Erkrankung meist gut therapieren. Den besten Schutz aber bietet die Vorsorge – durch sie kann das Entstehen eines Karzinoms verhindert werden.

Warum sich einige Zellen des Dickdarms zu Krebszellen entwickeln, lässt sich in den meisten Fällen nicht eindeutig klären. Experten gehen davon aus, dass in etwa 20 Prozent der Fälle eine genetische Disposition vorliegt. In der Mehrzahl der Fälle aber entsteht die Krankheit spontan. Allerdings spielen aller Wahrscheinlichkeit nach auch ungünstige Ernährungs- und Lebensgewohnheiten (Bewegungsarmut!) eine Rolle.

Was ist Krebs?

Hinter dem Begriff „Krebs" steckt eine große Gruppe unterschiedlicher Tumorerkrankungen. Gemeinsamer Nenner:
Sie beginnen mit der unkontrollierten Teilung von Zellen eines Organs oder Gewebes. So bildet sich eine Geschwulst (lateinisch Tumor), die gut- oder bösartig sein kann. Als bösartig wird ein Tumor bezeichnet, wenn er sich der natürlichen Wachstumskontrolle des Organismus entzieht: Die betroffenen Zellen vermehren sich ungebremst, dringen in umliegendes Gewebe ein und zerstören es. Gelangen sie in die Blut- oder Lymphbahn, streuen sie in andere Körperregionen. Dort können sie sich ansiedeln, weiter vermehren und sogenannte Metastasen bilden. Zusammengefasst:



Krebszellen:
  • wachsen ungehemmt
  • sehen anders aus als gesunde Zellen
  • wachsen in Organe ein (Invasivität)
  • siedeln sich in weiteren Organen an (Metastasierung)

 







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