Informationen zur Parkinson-Erkrankung

Über die Parkinson-Erkrankung

1817 wurde die Parkinson-Erkrankung erstmalig beschrieben und als „Schüttellähmung" bezeichnet. Dieser Begriff beinhaltet zwei Kennzeichen der Erkrankung, nämlich die Beeinträchtigung der Beweglichkeit und das Zittern. Heute, mehr als 200 Jahre später, wissen wir deutlich mehr über die Erkrankung und haben einen geschärfteren Blick darauf. Dies ist auch wichtig, da die Parkinson-Erkrankung eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen jenseits des 50. Lebensjahres darstellt. Schätzwerten zufolge sind in Deutschland 300 000 - 400 000 Menschen betroffen, weltweit etwa 4 Millionen Menschen. Mit dem voranschreitenden demographischen Wandel ist mit einer weiteren Steigerung der Erkrankungshäufigkeit zu rechnen.

Die Krankheit ist gekennzeichnet durch die Kardinalsymptome Rigor (Muskelsteifheit), Tremor (Zittern) und Bradykinese (Verlangsamung). Auch wenn die Beeinträchtigung der Beweglichkeit am meisten auffällt, ist die Erkrankung deutlich vielschichtiger und kann viele zusätzliche Beschwerden verursachen, wie z.B. Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Blutdruckschwankungen, etc.

Daher ist ein multimodaler und komplexer Therapieansatz, wie er an der Klinik Haag angeboten wird, von entscheidender Bedeutung.

Erste Symptome

Die Parkinson-Erkrankung kann lange Zeit unerkannt verlaufen, da die ersten Anzeichen mit Muskelverspannungen und reduzierter Belastbarkeit oftmals unspezifisch sind.
Folgende Symptome sind Hinweise auf eine Parkinson-Erkrankung, die einen Arztbesuch veranlassen sollten:

  • Riechstörung
  • Nächtliche Unruhezustände
  • Gangschwierigkeiten
  • Veränderung der Handschrift
Unterformen der Parkinson-Erkrankung

Auch wenn die klassische Parkinson-Erkrankung am häufigsten ist, gibt es darüber hinaus noch weitere Krankheitsformen, von denen nicht alle gut auf Medikation ansprechen. Bei manchen dieser Krankheitsbilder können Medikamente zu Nebenwirkungen wie Halluzinationen führen. Zu diesen Unterformen der Parkinson-Erkrankung zählen das vaskuläre Parkinson-Syndrom, die Multisystematrophie (MSA) oder die Progressive Blickparese (PSP).

Ähnliche Krankheitsbilder

Neben der klassischen Parkinson-Erkrankung, die gut mit Medikamenten zu behandeln ist, gibt es zahlreiche weitere Krankheitsbilder, die ähnliche Beschwerden verursachen, jedoch völlig anders zu behandeln sind. Daher ist eine klare Abgrenzung und korrekte Diagnostik von besonderer Wichtigkeit. Dabei sind vor allem eine Lewy-Körperchen-Erkrankung und ein Normaldruckhydrocephalus zu bedenken.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Parkinson-Erkrankung finden Sie unter den folgenden Links:

https://www.parkinson-aktuell.de/

https://www.parkinsonfonds.de/uber-parkinson/

https://www.neuraxwiki.de/artikel/details/140_Parkinson.html