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Netzwerk „Schluckstörung“

Eine Schluckstörung ist keinesfalls ein seltenes Symptom, sondern tritt im Verlauf vieler neurologischer Erkrankungen sehr häufig auf. Gerade wegen der Alterung der Gesellschaft wird ein kompetenter Umgang mit den Betroffenen zusehends wichtiger.

In unserem Netzwerk „Schluckstörung“ der Kliniken Haag und Mühldorf bieten wir ein interdisziplinäres diagnostisches und therapeutisches Angebot ambulant bzw. stationär an.

Unser Ziel ist es, sowohl die Ursache der Schluckstörung zu erkennen, den Gefährdungsgrad des Patienten in Bezug auf eine möglicherweise lebensbedrohliche Ausprägung der Schluckstörung abzuschätzen als auch die sich daraus resultierenden therapeutischen Maßnahmen abzuleiten. Oft kann mit einer Anpassung der Zubereitung der Nahrungsmittel eine ausreichende normale Kostzufuhr unter Verzicht einer Sondenkost erfolgen. Dies bedeutet für die Betroffenen einen hohen Gewinn an Lebensqualität.

Netzwerk „Diabetes im Alter“

Der Diabetes mellitus ist die häufigste Begleiterkrankung des Alters. Jeder zweite Patient mit Diabetes mellitus ist über 65 Jahre alt. In den kommenden Jahren wird dieser Anteil wegen der bekannten Bevölkerungsentwicklung dramatisch ansteigen.

Ältere Menschen mit Diabetes benötigen andere Behandlungskonzepte als junge Menschen mit Diabetes bedingt durch die Folgeerkrankungen, die altersabhängigen Funktionsdefizite, die Anfälligkeit für Unterzucker und die nötige Einbeziehung der Pflegenden und Betreuenden.

Das Netzwerk „Diabetes mellitus im Alter“ macht eine ausgewogene Kooperation zwischen den professionellen Gesundheitsanbietern (z. B. Pflegkräfte, Internist, Allgemeinarzt, Diabetologen, Geriater, Ernährungsfachkraft) und den an der Versorgung beteiligten Familienangehörigen möglich.

Schlaflabor

Unser von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) anerkanntes Schlaflabor ermöglicht die Diagnose und Therapie einer Vielzahl von Schlafstörungen.
Zu unserem Spektrum gehören:

• Schlafbezogene Atmungsstörungen (obstruktive und zentrale
  Schlaf-Apnoe-Syndrome, alveoläre Hypoventilation und Cheyne-Stokes-Atmung)
• Schlaf-Wachstörungen bei neurologischen Erkrankungen (periodische Arm-
  und Beinbewegungen, Restless-legs-Syndrom, Narkolepsie und Schlafepilepsie)
• Nächtliche Verhaltensstörungen (z.B. Zähneknirschen, Verschlucken im Schlaf)
• psychogene Schlafstörungen (z.B. inadäquate Schlafhygiene,
  psychoreaktive Schlafstörungen)

Ergänzt wird das Schlaflaborteam bei entsprechenden Fragestellungen durch einen neurologischen, psychiatrischen und HNO-ärztlichen Konsiliardienst im Haus.

Leitung: Oberärztin Dr. Cristina Bartos

Atemtherapiegruppe

Ein besonderes Angebot ist die Schulung von Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen. Die Atemtherapiegruppe Haag, die Mitglied der Patientenliga  Atemwegserkrankungen e.V. ist, gibt es seit 1991. Die Patienten erhalten Informationen über Atemwegserkrankungen und werden zur optimalen Selbsthilfe angeleitet. Es gibt Aufklärung über die Funktion der Atmung, Krankheitszeichen bei Asthma, Bronchitis und Lungenüberblähung, Medikamente zur Behandlung, Nebenwirkungen der Medikamente und Möglichkeiten zur Vermeidung von Nebenwirkungen. Wichtig für die Patienten ist auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass gut geschulte Patienten mit Atemwegserkrankungen wesentlich seltener Therapiekomplikationen und Krankheitsschübe haben und seltener ins Krankenhaus müssen als Patienten, die wenig über ihre Krankheit wissen.